Du hättest auch gern so einen Miniteich auf dem Balkon?

Kein Problem. Hier zeige ich Dir wie's geht.

Du brauchst:

1. Natürlich ein Fass

Ich habe überall in der näheren Umgebung nach einem verwendbaren Fass gesucht, aber nichts gefunden. Am Ende hab ich es doch im Internet bestellt. Das geht eigentlich recht schnell und man muss das schwere Ding nicht selbst nach Hause schleppen. Entsprechende Angebote findest Du hier.

2. Pflastersteine

Die hat man manchmal noch irgendwo rumliegen. Wenn nicht gibt's sie in jedem Baumarkt.

3. Teichkörbe und etwas zum Auslegen (Zeitungspapier, Teichvlies etc.)

4. Ein Substrat

Man sollte keine Teicherde benutzen, da diese zu nährstoffreich für so ein kleines Biotop ist und nur den Algenwuchs fördert. Ich selbst habe eine Mischung aus Sand und Bio Katzenstreu (= Bentonit) verwendet.

5. Teichpflanzen

Hier kannst Du Deiner Phantasie freien Lauf lassen. Am schönsten ist es natürlich wenn man Pflanzen für unterschiedliche Pflanztiefen nimmt.

6. Ein paar Kiesel oder andere kleinere Steine

7. Einen geeigneten Aufstellungsort

Soll der Mini-Teich auf dem Balkon stehen, musst Du vorher unbedingt klären ob er das zusätzliche Gewicht trägt. Die Pflanzen brauchen ausreichend Licht zum Wachsen; aber zu viel pralle Sonne begünstigt das Algenwachstum. Daher empfiehlt sich ein Platz im Halbschatten.

8. Brauche ich denn keine Teichfolie?

Nein. Das Wasser bringt die Dauben zum Quellen und das Fass bleibt dicht. Erst wenn ein Holzfass völlig leer ist, trocknen die Dauben aus und das Fass wird undicht und kann sogar irgendwann auseinander fallen.

Bauanleitung

1. Fass säubern

Zunächst einmal solltest Du Dein Fass gründlich sauber machen. Das Holz hat sich über die Jahre ordentlich mit Wein vollgesogen und es dauert eine lange Zeit bis dieser wieder raus ist. In dieser Zeit löst sich immer wieder Wein im Wasser und es beginnt zu stinken. Ganz Geduldige können aus diesem Grund ihr Weinfass auch erstmal drei Monate wässern, bevor sie die Pflanzen einsetzen.

Ich persönlich konnte nicht so lange warten. Nach einer Woche wurde das Wasser leicht schwarz und es machte sich ein leichter Gestank bemerkbar, der dann immer stärker wurde. Aber keine Angst, der Gestank ist mit regelmäßigen Wasserwechseln und einem Wasseraufbereiter gut wegzubekommen.

2. Teichpflanzen in die Körbe setzen

Die Teichkörbe werden zuerst mit Jute oder auch Zeitungspapier ausgelegt, damit sich das Substrat nicht ungehindert im Fass verteilt. Danach entfernst du so viel alte Erde von den Wurzeln der Pflanzen und setzt sie dann ein.

3. Mit Kies auffüllen

Die oberste Schicht solltest Du mit groben Kies auffüllen. Das verhindert das Wegschwemmen der Erde und das Herauslösen der Pflanzen, wenn der Teich mit Wasser gefüllt wird.

4. Unterschiedliche Pflanztiefen schaffen

Jede Pflanze stellt unterschiedliche Ansprüche an die Pflanztiefe. Nur an der richtigen Stelle ist es der jeweiligen Pflanze möglich, prächtig zu gedeihen. Nur Unterwasserpflanzen können ohne Probleme direkt am Teichboden stehen. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, kannst du mit den Pflastersteinen unterschiedliche Höhen schaffen.

5. Jetzt kommt das Wasser

Hierfür eignet sich Regenwasser genauso gut wie Leitungswasser. Natürlich kannst Du auch Dein Wechselwasser aus dem Aquarium nehmen.

6. Dekoration

Hier sind Deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt. Bei mir musste es unbedingt ein Gargoyle Wasserspeier sein...

 

 

 

Achtung: Fische gehören nicht in einen Miniteich!

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